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	<title>Wiki der verantwortungsvollen Digitalisierung - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=Charta_f%C3%BCr_verantwortungsvolle_Digitalisierung&amp;diff=76</id>
		<title>Charta für verantwortungsvolle Digitalisierung</title>
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		<updated>2026-08-08T09:52:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Guillaume GALLON: Liens interlangues&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Charta für verantwortungsvolle Digitalisierung&#039;&#039;&#039; ist eine öffentliche Selbstverpflichtung, die das [https://institutnr.org Institut für verantwortungsvolle Digitalisierung] Organisationen anbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Unterzeichnung bekräftigt die Organisation ihr Engagement, in ihren eigenen Abläufen einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien einzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Charta liegt in mehreren Sprachen und kostenfrei unter [https://charter.isit-europe.org/charte-numerique-responsable/?lang=de_DE charter.isit-europe.org] vor und steht Unternehmen, Vereinen, kleinen Betrieben und öffentlichen Stellen offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die fünf Säulen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Umwelt&lt;br /&gt;
: die Optimierung von digitalen Tools, um deren Auswirkungen und Verbrauch zu begrenzen.&lt;br /&gt;
; Barrierefreiheit&lt;br /&gt;
: die Entwicklung von digitalen Diensten, die für alle zugänglich, inklusiv und nachhaltig sind.&lt;br /&gt;
; Ethik&lt;br /&gt;
: die Anwendung von ethischen und verantwortungsbewussten digitalen Praktiken.&lt;br /&gt;
; Resilienz&lt;br /&gt;
: die Umsetzung einer verantwortungsvollen Digitalisierung, die für die Resilienz von Organisationen unerlässlich ist.&lt;br /&gt;
; Werte&lt;br /&gt;
: die Förderung von neuen Verhaltensweisen und Werten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wozu sie dient ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Charta ist ein Einstieg. Sie verlangt weder vorherige Messung noch Audit, sondern eine ausdrückliche, öffentliche Verpflichtung, aus der sich anschließend überprüfbare Maßnahmen ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Reihenfolge ist gewollt. Wer mit der Messung beginnt, bleibt oft dort stehen. Wer sich zuerst verpflichtet, verfügt intern über ein Mandat zum Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was sie nicht ist ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder Zertifizierung noch Label. Nichts wird geprüft, keine Punktzahl vergeben. Für eine strukturierte Bewertung betreibt das Institut ein Label mit Bewertung auf 1000 Punkte, für die Messung des Fußabdrucks der IT-Landschaft die Kampagne [[WeNR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Charta wie ein Label zu behandeln lädt zum berechtigten Vorwurf des Greenwashing ein: die Unterschrift benennt ein Handlungsprinzip, kein Ergebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verantwortungsvolle Digitalisierung]] · [[KI-Charta]] · [[Digitale Suffizienz]] · [[Digitale Barrierefreiheit]] · [[WeNR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Sustainable IT Charter]]&lt;br /&gt;
[[es:Carta de TI Responsable]]&lt;br /&gt;
[[fr:Charte Numérique Responsable]]&lt;br /&gt;
[[nl:Duurzame IT Charter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Guillaume GALLON</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=KI-Charta&amp;diff=75</id>
		<title>KI-Charta</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=KI-Charta&amp;diff=75"/>
		<updated>2026-08-08T09:52:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Guillaume GALLON: Correction des liens interlangues vers la charte IA&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;KI-Charta&#039;&#039;&#039; ist eine öffentliche Selbstverpflichtung des [https://institutnr.org Instituts für verantwortungsvolle Digitalisierung], die dem Einsatz künstlicher Intelligenz gewidmet ist. Sie führt die [[Charta für verantwortungsvolle Digitalisierung]] auf einem Feld fort, auf dem Entscheidungen schnell fallen und ihre Folgen schwer rückgängig zu machen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie liegt in mehreren Sprachen und kostenfrei unter [https://charter.isit-europe.org/charte-ia/?lang=de_DE charter.isit-europe.org] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Unterzeichnung verpflichtet sich die Organisation, in Übereinstimmung mit den geltenden Vorschriften und insbesondere dem AI Act, verantwortungsvolle Systeme künstlicher Intelligenz einzurichten und zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die vier Verpflichtungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; KI im Dienste des Menschen&lt;br /&gt;
: eine KI entwickeln, die die zentrale Rolle der Beschäftigten stärkt und ihre Fähigkeiten erweitert, gestaltet im sozialen Dialog statt an ihm vorbei.&lt;br /&gt;
; Eine inklusive und ethische KI&lt;br /&gt;
: Gleichbehandlung, Vielfalt und Diskriminierungsfreiheit wahren, mit Verfahren gegen Verzerrungen in den Daten und mit Anforderungen an die [[Digitale Barrierefreiheit|Barrierefreiheit]].&lt;br /&gt;
; Eine verlässliche KI&lt;br /&gt;
: Menschen transparent darüber informieren, dass sie mit einem KI-System interagieren, und die &#039;&#039;&#039;menschliche Aufsicht&#039;&#039;&#039; bei Tätigkeiten mit hohem Risiko aufrechterhalten.&lt;br /&gt;
; Eine umweltbewusste und nachhaltige KI&lt;br /&gt;
: sparsame Modelle mit effizientem Ressourceneinsatz wählen und den ökologischen Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus begrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Verpflichtung wird am häufigsten übergangen. Sie setzt den sozialen Dialog &#039;&#039;&#039;vor&#039;&#039;&#039; die Einführung, während die meisten Organisationen ihn danach ansetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum eine eigene Charta ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung ging der Steuerung voraus. Werkzeuge kommen über die Teams ins Haus, nicht über die Leitung. Daraus entsteht nicht gemeldete Nutzung, die interne Daten Dritten aussetzt, die daraus ihre Modelle trainieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Charta erlaubt es, eine Position zu beziehen, bevor sich die Praxis verfestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zum AI Act ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der AI Act legt rechtliche Pflichten nach Risikostufe fest. Die Charta greift früher und breiter: Sie erfasst Anwendungen, die die Verordnung nicht als hochriskant einstuft, die aber Fragen der Suffizienz, der Abhängigkeit und der Akzeptanz aufwerfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verantwortungsvolle KI]] · [[Charta für verantwortungsvolle Digitalisierung]] · [[Verantwortungsvolle Digitalisierung]] · [[Digitale Barrierefreiheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Responsible AI Charter]]&lt;br /&gt;
[[es:Carta de IA Responsable]]&lt;br /&gt;
[[fr:Charte IA Responsable]]&lt;br /&gt;
[[nl:Verantwoorde AI Charter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Guillaume GALLON</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=Green_IT&amp;diff=74</id>
		<title>Green IT</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=Green_IT&amp;diff=74"/>
		<updated>2026-08-08T09:51:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Guillaume GALLON: Erstellung: Green IT&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Green IT&#039;&#039;&#039; bezeichnet das Vorgehen zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks des Informationssystems selbst: Endgeräte, [[Rechenzentrum|Rechenzentren]], Netze und Software.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine der vier Säulen der [[Verantwortungsvolle Digitalisierung|verantwortungsvollen Digitalisierung]] — und die am längsten bekannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlungsfelder ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verlängerung der Nutzungsdauer der Geräte, der wichtigste Hebel angesichts des Gewichts der [[Herstellung|Herstellung]];&lt;br /&gt;
* [[Ökodesign|Ökodesign]] digitaler Dienste;&lt;br /&gt;
* Effizienz der Infrastruktur ([[Power Usage Effectiveness|PUE]], Wassereffizienz, Abwärmenutzung);&lt;br /&gt;
* Beschaffungspolitik und [[Lebensende|Lebensende]] der Hardware, im Sinne der [[Kreislaufwirtschaft|Kreislaufwirtschaft]];&lt;br /&gt;
* Verringerung der Menge gespeicherter Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was es nicht abdeckt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Green IT behandelt die Wirkung &#039;&#039;&#039;der&#039;&#039;&#039; Digitaltechnik. Es sagt nichts über den Einsatz von Digitaltechnik für ökologische Zwecke (IT for Green) und nichts über die sozialen Dimensionen — Barrierefreiheit, Inklusion, Arbeitsbedingungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verantwortungsvolle Digitalisierung auf Green IT zu verkürzen, ist die häufigste Verwechslung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Verantwortungsvolle Digitalisierung]] · [[Ökodesign]] · [[Digitale Suffizienz]] · [[CO₂-Fußabdruck]] · [[Rechenzentrum]] · [[Lebensende]] · [[Geplante Obsoleszenz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Green IT]]&lt;br /&gt;
[[es:Green IT]]&lt;br /&gt;
[[fr:Green IT]]&lt;br /&gt;
[[nl:Green IT]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Guillaume GALLON</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=Dark_Pattern&amp;diff=72</id>
		<title>Dark Pattern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=Dark_Pattern&amp;diff=72"/>
		<updated>2026-08-08T09:48:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Guillaume GALLON: Erstellung: Dark Patterns / Deceptive Design&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
Ein &#039;&#039;&#039;Dark Pattern&#039;&#039;&#039; — zunehmend &#039;&#039;&#039;Deceptive Design&#039;&#039;&#039; (täuschendes Design) genannt — ist eine bewusste Gestaltungsentscheidung, die Nutzerinnen und Nutzer zu einer Handlung bewegt, die dem Interesse des Anbieters dient, nicht unbedingt ihrem eigenen. Die Absicht zu täuschen, zu verbergen oder zu verkomplizieren steht im Kern der Definition: Es handelt sich nicht um ergonomisches Ungeschick, sondern um bewusst entworfene Manipulation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ziele sind vielfältig: mehr Ausgaben veranlassen, die Verweildauer verlängern oder die Zustimmung zu Bedingungen und Tracking erlangen, die bei klarer Darstellung abgelehnt worden wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde 2010 vom britischen UX-Fachmann Harry Brignull geprägt, der die erste Klassifikation vorlegte. Regulierungsbehörden und neuere Fachliteratur bevorzugen zunehmend „Deceptive Design“ als deutlichere Bezeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typologie ==&lt;br /&gt;
Die Klassifikationen unterscheiden sich, ein stabiler Kern von Familien kehrt jedoch wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verschleierung ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Versteckte Kosten&#039;&#039;&#039;: Bearbeitungs- oder Versandgebühren, die erst im letzten Zahlungsschritt erscheinen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Drip Pricing&#039;&#039;&#039;: Der genannte Preis wird erst nach mehreren Bildschirmen vollständig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Heimliches Hinzufügen in den Warenkorb&#039;&#039;&#039;: voreingestellte Option, Versicherung oder Abonnement, die aktiv entfernt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstliche Dringlichkeit und Knappheit ===&lt;br /&gt;
* Countdowns, die neu starten, Hinweise wie „nur noch 2 verfügbar“ oder „14 Personen sehen sich diese Seite an“, die nicht überprüfbar sind.&lt;br /&gt;
* Ausnutzung des Knappheitsbias und der Angst, etwas zu verpassen (FOMO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablenkung und Beschämung ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Misdirection&#039;&#039;&#039;: visuelle Hierarchie, die die für den Anbieter günstige Option hervorhebt und die andere verschwinden lässt — farbige Schaltfläche gegen winzigen grauen Link.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Confirmshaming&#039;&#039;&#039;: Ablehnung schuldbeladen formuliert („Nein danke, ich zahle lieber den vollen Preis“).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fangfragen&#039;&#039;&#039;: doppelte Verneinungen, Kontrollkästchen, deren Bedeutung von Zeile zu Zeile kippt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Behinderung ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Roach Motel&#039;&#039;&#039;: Abschluss in zwei Klicks, Kündigung in acht Schritten, einem Telefonat und einem Brief. Dieses Muster steht am deutlichsten im Fokus der Aufsicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nagging&#039;&#039;&#039;: wiederholte Aufforderungen — Benachrichtigungen, modale Fenster — bis zur Zustimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwang und Privatsphäre ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Erzwungene Handlung&#039;&#039;&#039;: Kontopflicht für eine belanglose Aktion, Berechtigungen ohne Bezug zur Funktion.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Privacy Zuckering&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;: Gestaltung, die zur Preisgabe von mehr personenbezogenen Daten führt als beabsichtigt, mit vergrabenen und standardmäßig deaktivierten Schutzeinstellungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Vorauswahl&#039;&#039;&#039;: vorangekreuzte Kästchen als Ersatz für Einwilligung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Getarnte Werbung&#039;&#039;&#039;: kommerzielle Inhalte, die als redaktionelles Material oder als Bedienelement erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgenutzte Mechanismen ==&lt;br /&gt;
Dark Patterns erzeugen kein neues Verhalten; sie nutzen gut dokumentierte kognitive Verzerrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Knappheitsbias und Verlustaversion&#039;&#039;&#039;: Die Furcht vor dem Verlust einer Gelegenheit wiegt schwerer als die Aussicht auf einen gleichwertigen Gewinn.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ankereffekt&#039;&#039;&#039;: Ein zuerst gezeigter hoher Preis lässt den folgenden angemessen wirken.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Aufwandskosten&#039;&#039;&#039;: Nach wenigen Schritten geben Nutzende auf — genau darauf zielt die Behinderung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standardeffekt&#039;&#039;&#039;: Die voreingestellte Option bleibt in der überwiegenden Mehrheit der Fälle bestehen, unabhängig von ihrem Inhalt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Aufmerksamkeitslast&#039;&#039;&#039;: Eine dichte, drängende Oberfläche verschlechtert die Entscheidungsqualität — das Feld der Aufmerksamkeitsökonomie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Fall der Einwilligungsbanner ==&lt;br /&gt;
Cookie-Banner sind das häufigste Beobachtungsfeld: prominente Schaltfläche „Alle akzeptieren“ gegenüber einer in ein Untermenü verbannten Ablehnung, tendenziöse Formulierungen, erneutes Erscheinen bei jedem Besuch. Seit ihren Entscheidungen von 2022 verlangt die französische Datenschutzbehörde CNIL schlicht: &#039;&#039;&#039;Ablehnen muss so einfach sein wie Akzeptieren&#039;&#039;&#039;, mit sichtbarer Ablehnen-Schaltfläche auf der ersten Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsrahmen ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;DSGVO&#039;&#039;&#039;: Die Einwilligung muss freiwillig, für den bestimmten Fall, in informierter Weise und unmissverständlich erfolgen. Ein vorangekreuztes Kästchen, ein aufwendiger Ablehnungsweg oder eine aus Ermüdung erteilte Zustimmung genügen dem nicht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gesetz über digitale Dienste (DSA)&#039;&#039;&#039;, Artikel 25: Oberflächen, die Nutzende täuschen, manipulieren oder ihre Entscheidungsautonomie beeinträchtigen, sind untersagt. Im Dezember 2025 verhängte die Europäische Kommission ihre erste DSA-Geldbuße — 120 Millionen Euro gegen die Plattform X, unter anderem wegen der täuschenden Gestaltung ihres Verifizierungsabzeichens.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gesetz über digitale Märkte (DMA)&#039;&#039;&#039;: regelt die Oberflächen der Torwächter, insbesondere Auswahlbildschirme und dienstübergreifende Einwilligungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Verbraucherrecht&#039;&#039;&#039;: Je nach Fall gelten Dark Patterns als irreführende oder aggressive Geschäftspraktiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für verantwortungsvolle Digitalisierung ==&lt;br /&gt;
Das Thema wird meist allein der Ethik zugeordnet; es betrifft ebenso unmittelbar die Suffizienz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ressourcenverbrauch.&#039;&#039;&#039; Künstlich verlängerte Abläufe, wiederholte Aufforderungen und Bindungsfunktionen vervielfachen Anfragen, schwere Bildschirme und Nutzungszeit — und damit die Energie von Endgeräten, Netzen und Servern.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Aufgezwungene Nutzungsdauer.&#039;&#039;&#039; Engagement-Mechaniken verlängern die Nutzung, ohne Nutzen zu schaffen: das Gegenteil des Grundsatzes nützlich / benutzbar / genutzt, der dem [[Ökodesign|Ökodesign]] digitaler Dienste zugrunde liegt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Nähe zur Barrierefreiheit.&#039;&#039;&#039; Eine täuschende Oberfläche ist zuallererst eine unlesbare. Menschen mit Behinderung, mit Schwierigkeiten im Umgang mit digitalen Werkzeugen oder mit der Sprache trifft es zuerst — womit das Thema an [[Digitale Barrierefreiheit|digitale Barrierefreiheit]] und Inklusion anschließt.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Referenzrahmen.&#039;&#039;&#039; Die [[ISO/IEC TS 20125]] und ihre französische Vorläuferin AFNOR SPEC 2201 verlangen ausdrücklich, Funktionen zur Aufmerksamkeitsbindung und Gestaltungsverzerrungen auszuschließen, die Nutzende täuschen oder ihre Nutzungsdauer künstlich verlängern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestalten ohne Dark Patterns ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symmetrie der Wahl.&#039;&#039;&#039; Annehmen und Ablehnen sollten gleich viele Schritte erfordern und gleich gestaltet sein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schützende Voreinstellungen.&#039;&#039;&#039; Die Standardoption ist die, die Nutzende schützt: keine vorangekreuzten Kästchen, keine Datenweitergabe per Voreinstellung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wünschenswerte Reibung.&#039;&#039;&#039; Nicht jede Reibung ist schlecht: Eine unumkehrbare oder kostspielige Handlung bewusst zu verlangsamen, schützt. Manipulative Reibung behindert das Gewollte; wünschenswerte Reibung unterstützt die Entscheidung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Klare Sprache.&#039;&#039;&#039; Keine doppelten Verneinungen, keine tendenziösen Formulierungen, vollständiger Preis so früh wie möglich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Symmetrie von Eintritt und Austritt.&#039;&#039;&#039; Kündigen, Konto löschen oder Daten exportieren muss so zugänglich sein wie die Anmeldung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ethische Prüfung und Nutzertests.&#039;&#039;&#039; Abläufe von projektfremden Personen prüfen lassen, mit einer einfachen Frage: Hätte eine informierte Person dieselbe Wahl getroffen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ökodesign]] · [[Digitale Suffizienz]] · [[Digitale Barrierefreiheit]] · [[Verantwortungsvolle Digitalisierung]] · [[ISO/IEC TS 20125]] · [[RGESN]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Externe Referenzen ===&lt;br /&gt;
* [https://www.deceptive.design/ Deceptive Design, Harry Brignull]&lt;br /&gt;
* [https://designersethiques.org/fr/thematiques/design-persuasif/concevoir-sans-dark-patterns Concevoir sans dark patterns, Designers Éthiques]&lt;br /&gt;
* [https://design.cnil.fr/ Données &amp;amp; Design, LINC — CNIL]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Dark pattern]]&lt;br /&gt;
[[es:Dark pattern]]&lt;br /&gt;
[[fr:Dark pattern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Guillaume GALLON</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=RGESN&amp;diff=71</id>
		<title>RGESN</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=RGESN&amp;diff=71"/>
		<updated>2026-08-08T09:37:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Guillaume GALLON: Ajout des liens vers ISO/IEC TS 20125 et AFNOR SPEC 2201&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;RGESN&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;Référentiel général d&#039;écoconception de services numériques&#039;&#039;) ist der französische Referenzrahmen für das Ökodesign digitaler Dienste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besteht aus Kriterien in Frageform, die das für einen Dienst verantwortliche Team beantwortet, um sein Vorgehen zu bewerten. Der Rahmen ist nicht verbindlich. Er bietet eine gemeinsame Grundlage, sowohl für die Neuentwicklung als auch für die Verbesserung eines bestehenden Dienstes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das RGESN geht auf das französische Gesetz vom 15. November 2021 zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks der Digitaltechnik zurück, kurz &#039;&#039;&#039;REEN-Gesetz&#039;&#039;&#039;. Eine zweite, von der Regulierungsbehörde Arcep veröffentlichte Fassung hat die Kriterien neu geordnet und präzisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seine Logik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rahmen setzt bei den Hauptursachen der Wirkung an, in dieser Reihenfolge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# die &#039;&#039;&#039;Herstellung der Endgeräte&#039;&#039;&#039;, die den Lebenszyklus dominiert;&lt;br /&gt;
# die &#039;&#039;&#039;Beanspruchung der Nutzergeräte&#039;&#039;&#039;, da ein schwerer Dienst den Austausch eines noch funktionierenden Geräts beschleunigt;&lt;br /&gt;
# das &#039;&#039;&#039;Datenvolumen&#039;&#039;&#039;, das ausgetauscht und gespeichert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Reihenfolge erklärt eine Empfehlung, die überrascht, wer Performance-Ratschläge erwartet: einen Dienst auf alter Hardware lauffähig zu halten wiegt schwerer, als seinen Stromverbrauch zu senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschied zum GR491 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das RGESN ist ein öffentlicher Rahmen, auf Ökodesign begrenzt. Der GR491 ist ein Leitfaden des Instituts für verantwortungsvolle Digitalisierung, breiter angelegt, und deckt über die Umwelt hinaus das gesamte Feld der verantwortungsvollen Digitalisierung ab. Der erste dient als Bewertungsraster, der zweite liefert die operative Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grenze ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Referenzrahmen misst die Übereinstimmung mit guter Praxis, nicht die tatsächliche Wirkung eines Dienstes. Die meisten Kriterien zu erfüllen belegt keine Reduktion des Fußabdrucks. Das belegt nur eine Messung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[ISO/IEC TS 20125]] · [[Ökodesign]] · [[Verantwortungsvolle Digitalisierung]] · [[Digitale Suffizienz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[fr:RGESN]]&lt;br /&gt;
[[en:RGESN]]&lt;br /&gt;
[[es:RGESN]]&lt;br /&gt;
[[nl:RGESN]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Guillaume GALLON</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=%C3%96kodesign&amp;diff=70</id>
		<title>Ökodesign</title>
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		<updated>2026-08-08T09:37:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Guillaume GALLON: Ajout des liens vers ISO/IEC TS 20125 et AFNOR SPEC 2201&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ökodesign&#039;&#039;&#039; bezieht Umweltkriterien schon in den Entwurf eines Produkts oder Dienstes ein, gleichrangig mit Kosten, Qualität und Termin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stützt sich auf eine Gesamtsicht der Umweltwirkungen. Der Ansatz ist mehrstufig, weil er die Phasen des Lebenszyklus abdeckt, und mehrkriteriell: Material- und Energieverbrauch, Einträge in die Umwelt, Wirkungen auf Klima und Biodiversität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Angewandt auf digitale Dienste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitales Ökodesign setzt vorrangig bei den Hauptursachen an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;die Beanspruchung der Nutzergeräte&#039;&#039;&#039;: eine schwere Seite zwingt zum früheren Austausch eines noch funktionierenden Geräts, und dieser Austausch wiegt schwerer als der verbrauchte Strom;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;das Datenvolumen&#039;&#039;&#039;, das ausgetauscht und gespeichert wird;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;der tatsächliche Nutzen&#039;&#039;&#039; einer Funktion, geprüft bevor sie optimiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die praktische Folge überrascht oft: die beste Optimierung besteht darin, eine wenig genutzte Funktion zu streichen, nicht sie zu beschleunigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Referenzrahmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[RGESN]] ist ein öffentlicher Rahmen, auf Ökodesign begrenzt. Der GR491 des Instituts für verantwortungsvolle Digitalisierung ist breiter angelegt und deckt auch soziale und ethische Fragen ab. Der erste dient als Bewertungsraster, der zweite liefert die operative Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Indikator genügt nicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ökodesign-Note misst die Übereinstimmung mit guter Praxis, nicht die tatsächliche Wirkung des Dienstes. Eine sparsame Website, die niemand nutzt, spart nichts; ein stark genutzter Dienst bringt reale Gewinne selbst bei mittlerer Note.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[ISO/IEC TS 20125]] · [[RGESN]] · [[Digitale Suffizienz]] · [[Ökobilanz]] · [[Digitale Barrierefreiheit]] · [[Verantwortungsvolle Digitalisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[fr:Ecoconception]]&lt;br /&gt;
[[en:Ecodesign]]&lt;br /&gt;
[[es:Ecodiseño]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Guillaume GALLON</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=ISO_20125&amp;diff=69</id>
		<title>ISO 20125</title>
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		<updated>2026-08-08T09:31:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Guillaume GALLON: Redirection vers ISO/IEC TS 20125&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[ISO/IEC TS 20125]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Guillaume GALLON</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.wiki.isit-europe.org/index.php?title=ISO/IEC_TS_20125&amp;diff=68</id>
		<title>ISO/IEC TS 20125</title>
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		<updated>2026-08-08T09:31:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Guillaume GALLON: Création : ISO/IEC TS 20125, spécification technique internationale d&amp;#039;écoconception des services numériques&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Definition ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;ISO/IEC TS 20125&#039;&#039;&#039; ist eine internationale Technische Spezifikation zum [[Ökodesign|Ökodesign]] digitaler Dienste. Der vollständige Titel lautet &#039;&#039;Information technology — Digital services ecodesign&#039;&#039;; Teil 1 trägt den Titel &#039;&#039;Ecopractices for life cycle stages&#039;&#039; (Ökopraktiken für die Phasen des Lebenszyklus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde im &#039;&#039;&#039;Februar 2026&#039;&#039;&#039; vom Unterkomitee &#039;&#039;&#039;ISO/IEC JTC 1/SC 39&#039;&#039;&#039; „Sustainability, IT and data centres“ veröffentlicht; die erste Ausgabe umfasst 62 Seiten. Sie legt Anforderungen und Empfehlungen für Bedarfsermittlung, Entwurf, Umsetzung, Betrieb, Wartung und Lebensende eines digitalen Dienstes fest, um dessen Umweltauswirkungen in allen Phasen zu verringern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Praktiken hinaus soll das Dokument eine gemeinsame Sprache und ein gemeinsames Verständnis des Ökodesigns digitaler Dienste auf internationaler Ebene schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die ISO/IEC TS 20125-1 ist das internationale Ergebnis einer französischen Initiative. Sie baut auf der &#039;&#039;&#039;AFNOR SPEC 2201&#039;&#039;&#039; auf, die im April 2022 von der französischen Normungsorganisation AFNOR unter dem Titel &#039;&#039;Écoconception des services numériques&#039;&#039; veröffentlicht und von rund dreißig Organisationen gemeinschaftlich erarbeitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach etwa drei Jahren Arbeit im ISO/IEC JTC 1/SC 39 wurde diese französische Spezifikation zur internationalen Technischen Spezifikation ISO/IEC TS 20125-1:2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
=== Aufbau nach Lebenszyklusphasen ===&lt;br /&gt;
Das Dokument folgt den sechs Phasen des Lebenszyklus eines digitalen Dienstes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bedarfsermittlung, Definition und Priorisierung&lt;br /&gt;
# Entwurf&lt;br /&gt;
# Umsetzung&lt;br /&gt;
# Nutzung und Betrieb&lt;br /&gt;
# Wartung&lt;br /&gt;
# Außerbetriebnahme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Phase sind eigene Ökopraktiken zugeordnet. Die erste Ausgabe enthält &#039;&#039;&#039;73 Anforderungen&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;177 Empfehlungen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgedeckte Dimensionen ===&lt;br /&gt;
Die Spezifikation behandelt die &#039;&#039;&#039;technische&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;organisatorische&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;funktionale&#039;&#039;&#039; Dimension, die die Umweltwirkung eines digitalen Dienstes bestimmen: Strategie, Inhalte, Spezifikationen, Nutzererfahrung und Benutzeroberfläche, Architektur, Frontend, Backend und Hosting.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt steht die ökologische Dimension digitaler Auswirkungen. Das Ökodesign der Hardware ist nicht unmittelbarer Gegenstand, wohl aber die Verringerung der durch Software verursachten [[Geplante Obsoleszenz|Obsoleszenz]] der Geräte sowie der maßvolle Verbrauch von IT-Ressourcen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geltungsbereich und Status ==&lt;br /&gt;
Eine Technische Spezifikation (TS) ist ein normatives Dokument, das veröffentlicht wird, wenn der Gegenstand noch in Entwicklung ist oder noch kein vollständiger Konsens über eine Internationale Norm besteht. Sie kann ein Zwischenschritt zu einer vollwertigen ISO/IEC-Norm sein und wird regelmäßig überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressiert werden öffentliche wie private Organisationen: Projektteams, IT-Abteilungen, Designer, Entwickler, Hosting-Anbieter, Einkauf und Dienstleister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zu anderen Referenzrahmen ==&lt;br /&gt;
* Das [[RGESN]] ist der französische regulatorische Referenzrahmen; die ISO/IEC TS 20125 ist sein freiwilliges internationales Gegenstück.&lt;br /&gt;
* Die Bewertungsnormen ISO 14040 und ISO 14044 (siehe [[Ökobilanz]]) bleiben die methodische Grundlage zur Quantifizierung von Umweltwirkungen, während die ISO/IEC TS 20125 Entwurfspraktiken beschreibt.&lt;br /&gt;
* Das allgemeine Ökodesign wird durch IEC 62430 und ISO 14006 abgedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Digitaltechnik verursacht einen erheblichen Anteil der weltweiten Treibhausgasemissionen (siehe [[CO₂-Fußabdruck]]). Der Entwurf eines Dienstes bestimmt maßgeblich die übertragenen Datenmengen, die Last der Infrastruktur und den Druck auf die Endgeräte — und damit deren Nutzungsdauer. Mit einem strukturierten internationalen Rahmen ermöglicht die ISO/IEC TS 20125 es Organisationen, [[Digitale Suffizienz|digitale Suffizienz]] in Projektprozesse und Vertragsanforderungen zu verankern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ökodesign]] · [[RGESN]] · [[Ökobilanz]] · [[Digitale Suffizienz]] · [[Verantwortungsvolle Digitalisierung]] · [[Lebensende]] · [[Kreislaufwirtschaft]] · [[Rechenzentrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Externe Referenzen ===&lt;br /&gt;
* [https://www.iso.org/standard/86105.html ISO/IEC TS 20125-1:2026, ISO-Katalog]&lt;br /&gt;
* [https://www.afnor.org/actualites/climat-et-decarbonation/guide-reference-ecoconcevoir-services-numeriques/ Referenzleitfaden für das Ökodesign digitaler Dienste, AFNOR]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:ISO/IEC TS 20125]]&lt;br /&gt;
[[es:ISO/IEC TS 20125]]&lt;br /&gt;
[[fr:ISO/IEC TS 20125]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Guillaume GALLON</name></author>
	</entry>
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