Herstellung
Die Herstellung eines IT-Geräts umfasst die Gewinnung der Rohstoffe, die Raffination der Metalle, die Fertigung der Bauteile und die Montage. Sie ist die Phase, die die meisten Umweltindikatoren des Lebenszyklus dominiert.
Ihr Gewicht
Nach den einschlägigen Arbeiten der Branche bündelt die Herstellung nahezu die gesamte Wirkung auf nicht lebende Rohstoffe, einen überwiegenden Anteil des Süßwasserverbrauchs sowie einen erheblichen Teil der Treibhausgasemissionen und des Primärenergieverbrauchs.
Ein Rechner von zwei Kilogramm bewegt mehrere hundert Kilogramm Mineralien. Diese stammen häufig aus Ländern, in denen der Bergbau Böden, Luft und Gewässer belastet.
Die praktische Folge
Wenn die Herstellung dominiert, dann ist das entscheidende Kriterium nicht der Stromverbrauch des Geräts, sondern die Zahl der Jahre, in denen es genutzt wird. Die Lebensdauer eines Notebooks zu verdoppeln halbiert seine jährliche Wirkung nahezu, ein Ergebnis, das keine Energieoptimierung erreicht.
Daraus folgt die Rangfolge der nachhaltigen IT:
- nicht kaufen;
- wiederaufbereitet kaufen;
- den vorhandenen Bestand länger nutzen;
- erst dann den Verbrauch optimieren.
Ein blinder Fleck der Messungen
Die Kennzahlen von Rechenzentren erfassen ausschließlich die Nutzungsphase. Die Herstellung der Server erscheint in keiner von ihnen. Ein Rechenzentrum mit hervorragendem PUE kann einen erheblichen Fußabdruck haben, wenn es seine Hardware rasch erneuert.