Kreislaufwirtschaft
Die Kreislaufwirtschaft ersetzt das lineare Modell aus Entnehmen, Produzieren, Verbrauchen und Wegwerfen durch ein Modell, in dem Ressourcen möglichst lange in Gebrauch bleiben.
Das lineare Modell beruht auf der heute überholten Annahme, natürliche Ressourcen seien im Überfluss vorhanden.
Angewandt auf die IT
Die IT vereint zwei Merkmale, die sie ins Zentrum des Themas rücken: eine sehr materialintensive Herstellung und hohe Austauschraten.
Die Hebel, nach abnehmender Wirksamkeit:
- Die Nutzungsdauer verlängern, was eine vollständige Herstellung vermeidet.
- Weiterverwenden und wiederaufbereiten, was eine bereits erfolgte Herstellung ausschöpft.
- Reparieren, was Ersatzteile und Dokumentation voraussetzt.
- Recyceln, was nur einen Teil der Materialien zurückgewinnt.
Die Reihenfolge zählt: Recycling steht am Ende, weil seine Ausbeute bei kritischen Metallen gering ist, die in winzigen Mengen und in Legierungen vorliegen.
Die Regel der 5R
Verweigern, verringern, wiederverwenden, recyceln, der Erde zurückgeben. Die beiden ersten Schritte sind die wirksamsten und zugleich die unsichtbarsten: Sie erzeugen keine messbare wirtschaftliche Aktivität.
Ein Einwand
Kreislauf heißt nicht nachhaltig. Ein umfangreicher Kreislauf verbraucht in jedem Durchgang Energie für Sammlung, Transport und Verarbeitung. Zirkularität senkt die Entnahme; sie erspart nicht, die Mengen zu verringern.